4 Fragen an Timm Duffner zur #SMWHH Fokus Session Nachhaltigkeit

Am 7. November 2019 findet unsere erste #SMWHH Fokus Session zum Thema Nachhaltige Unternehmenskommunikation statt. Top-Speaker verraten euch Insights und erklären, wie Unternehmen für die Zukunft gerüstet sind.

Wir haben allen Speakern vorab einige Fragen gestellt, die sie für euch beantwortet haben. Hier gibt es die spannenden Antworten von Timm Duffner.

SMWHH: Wer bist du und was machst du beruflich?

Timm Duffner: Markenbauer, Pseudobiobauer und Sozialaktivist
Ich habe im Laufe meiner beruflichen Arbeit unter anderem das europäische Marketing für Marken wie Dove und Vaseline verantwortet. Danach den Business Lead für Ben & Jerry’s DACH übernommen. Vor drei Jahren habe ich mit zwei Partnern HEYHO! gegründet, eine Müslirösterei, die einzigartige Frühstücksprodukte herstellt und so Menschen in Arbeit bringt, die aufgrund ihrer Biografien keine Chance in unserer Arbeitswelt haben.
Ich lebe mit großer Familie und vielen Tieren in der Lüneburger Heide – ein Erlebnis zwischen Bullerbü-Momenten und hektischer Realität.

SMWHH: Wie bist du dazu gekommen, ein soziales Unternehmen zu gründen?

Timm Duffner: Ein langer persönlicher Entwicklungsprozess vom „man-müsste-mal-Menschen“ zum „Das-kann-ja-wohl-nicht-sein – das-ändern-wir-Menschen“. Ich musste erst die richtigen Partner finden, um den Mut zu haben, diesen Weg zu gehen.

SMWHH: Wie und wann bist du auf das Thema Nachhaltigkeit gekommen?

Timm Duffner: Ich bin vermutlich in vielerlei Hinsicht ein Spätzünder. Als Jugendlicher habe ich meine Mitschülerin belächelt, dass sie aus Bayern zu Castor-Demos gefahren ist, um sich an Gleise zu ketten. 15 Jahre später war ich mit zweijährigem Kind auf der Schulter selbst vorne dabei. Ich habe seit langem eine Leidenschaft für gute Lebensmittel. Aus diesem Grund und vielleicht, weil ich als Landkind ein wenig vorgeprägt war, wollte ich wissen, wie Landwirtschaft funktioniert, was Bio für eine Rolle spielt, aber auch andere Faktoren, die weit außerhalb von schwarz-weißen Kategorien, wie bio oder konventionell, liegen. Ich sehe mich weit davon entfernt, eine Wahrheit zu kennen.

SMWHH: Wie wird für dich nachhaltige Kommunikation in der Zukunft aussehen?

Timm Duffner: Ich hoffe, wir schaffen es, uns stückweise wegzubewegen von Dogmen und romantisierten Nachhaltigkeitsstereotypen. Das bedeutet auch, dass Nachhaltigkeit nicht mehr in wenigen Dimensionen betrachtet und kommuniziert werden kann, sondern von allen Wirtschaftenden der wirklichen Komplexität gerecht werdend. Wir brauchen radikale ganzheitliche Ansätze, die weg vom „Weiterso mit ein bisschen öko oder sozial” gehen.

Am 07.11. habt ihr Gelegenheit für den direkten Austausch mit Timm.

Für Tickets und Infos zur #SMWHH Fokus Session geht’s hier lang: