University of Applied Sciences Europe „DSGVO: Hochschulen als Taktgeber in der Social Media-Kommunikation“ / „Universities as impulse generators in social media“

Ein Interview mit Hilka H. Jeworrek, Editor in Chief – Online; Content & Social Media Managerin bei der University of Applied Sciences Europe.

Hilka Hjördis Jeworrek
Hilka Hjördis Jeworrek
University of Applied Sciences Europe
Hilka H. Jeworrek, University of Applied Sciences Europe, hat ein Faible fürs Geschichtenerzählen. Nicht ...

#smwhh: Die University of Applied Sciences Europe Campus Hamburg  ist 2019 bereits zum zweiten Mal offizielle SMWHH Location. Wie kam die Premiere der Gastgeberrolle 2018 bei euren Studierenden und ProfessorInnen an und was erwartet ihr von der Social Media Week 2019?

Im ersten Jahr war alles sehr aufregend. Einige der Studierenden kannten die SMWHH zwar bereits oder hatten sie sogar in der Vergangenheit besucht, doch diese Großveranstaltung tatsächlich auf dem Campus zu haben – Das war für alle am Standort neu.

Sehr gefreut hatte sich das Campus Management, dass neben mir direkt auch noch zwei Professoren als Speaker auf der Week vertreten waren. Ebenfalls hat sich das von Studierenden geleitete Eventressort sehr engagiert gezeigt.

Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder mit unserem Campus Gastgeber der Location in der Museumstraße 39 sein dürfen. Dabei ist einiges nun schon bekannt und anderes wieder neu und spannend. Unser Wunsch ist, dass sich die Besucher bei uns im Hause wohl fühlen und auch Spaß dabei haben, etwas Hochschulluft zu schnuppern. Natürlich hoffen wir auch, dass die Vorträge unserer ProfessorInnen gut besucht sein werden und wir viele unserer Studierenden als Veranstaltungsteilnehmer begrüßen können.

Außerdem sind wir in diesem Jahr das erste Mal in der Interactive Area im Altonaer Museum mit einem Stand dabei. Dort geben wir mit wechselnden Mitmach-Aktionen Einblicke in die Vielfalt unserer Studiengänge und deren Praxistauglichkeit.

 

#smwhh: Ihr kommuniziert sehr aktiv über die Social Media Kanälen der Hochschule mit Studierenden und potentiellen BewerberInnen. Viele internationale Studierende studieren an den Campussen – wie wirkt sich diese Internationalisierung auf Eure Social Media Kanäle aus? Welche Strategie habt ihr, um möglichst viele User abzuholen und anzusprechen?

Derzeit ist unser Campus Berlin aufgrund der englischunterrichteten Angebote derjenige mit den meisten internationalen Studierenden – Sowohl aus EU- als auch aus Non-EU-Ländern. Doch auch die Standorte in Iserlohn und Hamburg legen jetzt mit einigen englischsprachigen Studienfächern nach. In Hamburg werden dies Bachelorstudiengänge in Business & Management Studies, Communication Design sowie Game Design sein. Weiterhin bieten wir einen Photography Master auf Englisch an.

Dies wird sich definitiv auch auf die Interaktion in unseren Netzwerken auswirken. Damit wir sowohl Studierende und Alumni als auch Bewerber aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland bestmöglich über Neuigkeiten und Veranstaltungen informieren können, wird eine rein deutschsprachige Kommunikation nicht mehr das erste Mittel der Wahl sein. Bereits jetzt ist der Großteil der Posts der Facebook-Seite des Campus Berlin auf Englisch. Zeitnah wird der Textbereich unserer Social Media-Kanäle deshalb englischsprachig werden.

Gute Erfahrungen mit Zweisprachigkeit machen wir im Bewegtbildbereich. Dort haben wir in manchen Produktionen sowohl Deutsche als Englische Wortbeiträge. Den Brückenschlag zwischen den Sprachen schaffen wir dort mit durchgehenden Untertiteln. Auf Youtube ist dies noch einmal besonders komfortabel, da sich der User aussuchen kann, in welcher der angebotenen Sprachen die Untertitel angezeigt werden sollen.
Und unser großes Strategie-Geheimnis ist letztendlich keines: Guter Content spricht User an und hält sie auf den Kanälen. Dieser Regel zu folgen, ist für unsere redaktionelle Arbeit das A & O.

 

#smwhh: Das Globale Motto der Social Media Week 2019 lautet ‚STORIES – With Great Influence Comes Great Responsibility‘. Sicher ist das Spannungsfeld zwischen der Reichweite der Kommunikationskanäle und der damit einhergehenden Verantwortung für den Content auch für eure tägliche Kommunikation ein wichtiges Thema?

Dem kann ich nur zustimmen. Tatsächlich werde ich mich am ersten Veranstaltungstag in der Podiumsdiskussion „Was geht so im Labor?! – Welche Stories eignen sich für die Social Media-Kommunikation aus Wissenschaft und Hochschulalltag“  im Altonaer Museum mit Kollegen anderer Hochschulen genau zu diesem Thema austauschen. Deswegen will ich an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten. Fragen aus dem Publikum sind dann natürlich auch herzlich willkommen.

Dennoch bin ich der Meinung, dass diese Fragestellung nicht allein Hochschulen betrifft. Welche firmeninternen Inhalte dürfen für Social Media verwendet werden? Wieweit können Mitarbeiter als Testimonials eingebunden werden und wie kann ich deren Privatleben schützen? Wie geht man mit der DSGVO in der Praxis um? All dies sind Fragen, die sich jedes Unternehmen im Internet-Zeitalter stellen muss.

Ich sehe die Hochschullandschaft dabei tatsächlich auch in einer Vorreiterrolle. In unseren Instituten bilden wir die Fachkräfte von morgen aus, die die Unternehmen mitgestalten werden. Eines unserer Ziele kann daher nur sein, ein Bewusstsein über die Verantwortung, die Social Media-Kommunikation mit sich bringt, in den Köpfen der Studierenden zu verankern. Nicht nur was ihre persönliche, private Nutzung betrifft, sondern eben auch darüber welche Verantwortung in der beruflichen Kommunikation – egal welcher Art – damit einhergeht.

An interview with Hilka H. Jeworrek, Editor in Chief – Online; Content & Social Media Manager at the University of Applied Sciences Europe.

Hilka Hjördis Jeworrek
Hilka Hjördis Jeworrek
University of Applied Sciences Europe
Hilka H. Jeworrek, University of Applied Sciences Europe, hat ein Faible fürs Geschichtenerzählen. Nicht ...

smwhh: For the second year in a row, the University of Applied Sciences Europe is officially hosting Social Media Week Hamburg (SMWHH) in 2019. How did your students and professors enjoy hosting the event for the first time in 2018 and what do you expect from Social Media Week Hamburg 2019?

Everything was very exciting hosting the event for the first time last year. Some of the students were already familiar with SMWHH or had even visited it in the past, but actually having this big event on campus was new for everyone on campus.

The campus management was very pleased that I was joined by two of our other professors as speakers at SMWHH. The event management team, which was led by students, was also very committed.

We are very happy that our campus at Museumstraße 39 will be hosting the event again this year. Some aspects are already familiar and others are new and exciting. We want our visitors to feel at home and also enjoy getting a taste of university life. Of course, we also hope that our professors’ appearances will be well attended and that many of our students will attend the event.

This year, we will also have a stand in the Interactive Area of the Altona Museum for the first time. We’ve put together a packed program of interactive activities to provide insights into the diversity of our course programs and their practical suitability.

smwhh: You communicate very actively with students and potential applicants via the university’s social media channels. Many international students study at the campuses – how does this internationalization affect your social media channels? What strategy do you have to attract as many users as possible?

Currently, our Berlin campus has the most international student body, both EU and non-EU, thanks to the English language courses we offer there. In addition, the campuses in Iserlohn and Hamburg are now offering some English-language programs. The Hamburg campus recently launched Bachelor’s programs in Business & Management Studies, Communication Design and Game Design. We also offer a Photography Master in English.

This will definitely also have an impact on how we interact via social media. If we want to inform students and alumni as well as applicants from non-German speaking countries about news and events in the best possible way, our default language for communication won’t be German. Most of the posts on the Campus Berlin Facebook page are already in English. The text-based content of our social media channels will therefore soon be in English.

In terms of video content, our experience with publishing in two languages has been positive. Our video content has featured both German and English contributions. We bridge the gap between the languages with continuous subtitles. On YouTube, this is once again particularly convenient, as the user can choose in which of the offered languages the subtitles are displayed.

And our big strategy secret is that we don’t have one: Good content engages users and keeps them on our channels. This rule is essential for our editorial work.

smwhh: The global theme of Social Media Week 2019 is ‘STORIES – With Great Influence Comes Great Responsibility.’ Surely the interplay between the reach of communication channels and the associated responsibility for content is also an important topic for your daily communication?

I can only agree with that. In fact, on the first day of the event, I will be taking part in a panel discussion: “What’s going on in the lab? – Which stories from science and everyday university life are suitable for social media communication” in the Altonaer Museum. I will be joining colleagues from other universities to discuss precisely this topic. That’s why I don’t want to tell you too much at this point. Questions from the audience will of course be very welcome.

Nevertheless, I believe that this question is not only relevant to universities. Companies also have to decide which internal content is suitable for social media? To what extent can social media communication involve employee testimonials and how can I protect employees’ private lives? What are the practical implications of the German Data Protection Act (DSGVO)? These are all questions that companies need to ask themselves in the Internet age.

I see the university landscape as actually playing a pioneering role in this. In our institutes, we train the specialists of tomorrow, who will help shape the companies they go on to work for. One of our goals is to make sure that our students are aware of the massive influence of social media communication and the responsibility that this creates. Not only with regard to their personal and private use, but also with regard to the responsibilities this entails in the world of professional communication – of any kind.

Was geht so im Labor?! – Welche Stories eignen sich für die Social Media-Kommunikation aus Wissenschaft und Hochschulalltag


Wann? 27. Februar 2019 | 17:00 –  18:00 Uhr

Wo? Geologie | SMWHH Hub Museum

Die BI Norwegian Business School warb 2015 mit einer Social Media-Kampagne um internationale Studierende, die weltweit Aufsehen erregte. Das Versprechen war, dass innerhalb des Bewerbungsverfahrens eine oder einer der zukünftigen Studierenden via Online- und Offline-Maßnahmen schon vor und natürlich auch während des Studiums in Norwegen bekannt gemacht würde und sich nicht allein fühlen müsse. Nette Willkommensidee oder eine verantwortungslose Kampagne, die einem jungen Menschen einen Realitätsverlust bescheren könnte?

Storytelling, Scrollytelling & Co.: Erzählformen in Journalismus und Unternehmenskommunikation


Wann? 27. Februar 2019 | 9:30 –  11:00 Uhr

Wo? Raum 3 | SMWHH Hub University

Journalismus und Public Relations – eigentlich zwei verschiedene Welten mit verschiedenen Zielsetzungen. Seit Kurzem hat nun ein gemeinsamer Nenner Einzug in beide Bereiche gefunden: Der Einsatz des digitalen Storytellings. Insbesondere die Form im Internet im Sinne eines Scrollytellings rückt in den Fokus und kann Geschichten in beiden Welten sinnvoll präsentieren.

Social Stories und Impression Management: Vom Wert der Geschichte in den Sozialen Medien


Wann? 28. Februar 2019 | 15:30 –  17:30 Uhr

Wo? Raum 4 | SMWHH Hub University

Ein vergoldetes Steak, ein Vorstandsvorsitzender in Turnschuhen, die „Garagenstory“ eines mittelständischen Unternehmens: Geschichten in den Sozialen Medien arbeiten mit immer vielseitigeren Mustern – und werden immer häufiger Gegenstand eines öffentlichen Diskurses.

Kryptographie für Einsteiger


Wann? 1. März 2019 | 12:30 –  14:00 Uhr

Wo? Raum 3 | SMWHH Hub University

Die Daten, die jeder einzelne Mensch online hinterlässt, sind das Kapital auf das Internet-Giganten wie Facebook, Google und Twitter ihre Geschäftsmodelle aufbauen.