Trend-Rohstoff Bambus: Ist er wirklich so „grün“ wie alle denken? 

Zurzeit sieht man sie überall: Möbel, T-Shirts, Zahnbürsten – sogar Fahrräder gibt es jetzt aus Bambus! Was hat es mit dem Bambus-Trend auf sich und wie nachhaltig ist der Rohstoff wirklich?

 

Bambus ist ein vollständiges Naturprodukt und deshalb generell erst einmal unbedenklich für die Umwelt. Bambus ist ein Gras – genauso wie Weizen, Reis und Zuckerrohr. Es sind weltweit fast 1500 verschiedene Bambusarten bekannt. Auch als exotische Pflanze, fühlt sie sich in unseren mitteleuropäischen Gärten wohl. Einige der zahlreichen Bambussorten wachsen bis zu einem Meter am Tag und sind nach 5 Jahren schon ausgewachsen.

Wunder-Rohstoff der bald Plastik ersetzen wird?

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Plastik wird immer mehr verpönt – und das zu Recht. Es scheint, als wäre Bambus die neue nachhaltige Alternative. Immer mehr entdeckt man in Europa die Vielseitigkeit dieses Rohstoffes. Er ist extrem nachhaltig und robust. Bambus ist die einzige Pflanze der Erde, die bei der Fotosynthese mehr Sauerstoff produziert als jede andere. Auf https://gopandoo.de/ findet man jegliche Produkte hergestellt aus Bambus von wiederverwendbare Küchenrollen bis zu Bambus-Socken.  

Warnung vor Coffee-To-Go-Becher aus Bambus

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In Deutschland produzieren wir allein mit Coffee-To-Go-Bechern etwa 40.000 Tonnen Abfall. Heißt: Es ist eigentlich schon längst Zeit, dass wir eine umweltfreundliche Alternative finden. 

Bambus würde da gerade recht kommen. Es gibt viele Anbieter, die den „Bambus-Trend“ schon entdeckt haben.

Leider kann man Bambus-Becher nicht ausschließlich mit Bambuspulver oder -fasern herstellen. Fast alle werben mit nachwachsenden Rohstoffen, Recycelbarkeit und Natürlichkeit – dies ist auch richtig. Trotzdem vergessen sie, zu erwähnen, dass neben Bambus auch Kunststoffe wie Melaminharz enthalten sind. Melamin sorgt für einen stabilen Zusammenhalt. Aber: Es sind krebserregende Stoffe enthalten, die zu Schäden an Blase und Nieren führen können. Bei Temperaturen ab 70 Grad können diese Stoffe in das Getränk übergehen.

Deshalb solltet ihr für Tee, Kaffee & Co. lieber auf Materialien zurückgreifen, die in Kombination mit Heißgetränken, nicht schädlich sind, wie zum Beispiel Edelstahl, Glas und Porzellan.

Event Tipp

Falls ihr euch darüber hinaus mit Nachhaltigkeit, auch in Unternehmen, beschäftigen wollt, möchten wir euch die erste #SMWHH Fokus Session am 7. November 2019 ans Herz legen. 

Einen Nachmittag lang erwarten euch spannende Vorträge und Diskussionen rund um nachhaltige Unternehmenskommunikation und Ihr bekommt exklusive Insights aus der neuen Studie von Polycore und dem Spiegel Verlag.

Wir freuen uns, wenn ihr mit uns zu diesem Thema diskutiert.